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Die Völker Indiens haben ihre Tempel, die sie Pagoden nennen. Diese sind ganz schön und aus eine zierliche Art gebauct; und man stellet darin das Götzenbild auf, für welches je diese oder jene Pagode be- fllmmet ist.
Die Gottheiten, sagt Herr von Archcnholtz, werden in Tempeln (Pagoden) in allen Theilen von Jndo- sian verehret; daher das ganze Reich von den Einwohnern als heiliges Land betrachtet wird; denn es ist hier kein Erdstrich, wo nicht eine oder die andere Gottheit erschienen wäre, und etwas ,gethan hatte, um Tempel und Priester zu verdienen. Einige dieser Gebäude sind von undenkbaren Alterthume; cs sind Monumente von so ungeheurer Arbeit, daß sie die Volkssage bestattigen, daß nämlich die Götter selbst sie erbauet hatten.
Die Hochachtung und Ehrerbiethung, welche die Indier gegen diese ihre Pagoden tragen, ist so groß, daß sie sich allemahl vor dem Eintritte in dieselbien ' die Firste entblößen.*)
*) Versteht sich von selbst nur von denjenigen, die eine Gattung Schuhe, Sandalien, anhaben; denn, wie P. Ans. Desing in seinen Auxil. Hist, fagct, an den Füssen geht fast jedermann bloß. 1

