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rrheerd , wo zu Ehren der Gottheit ein beständiges %m* er brennet. Man glaube aber ja nicht, daß sie dieses, heilige Feuer als ihren Gott anbethen; es ist ihnen ein blosses Sinnbild der höchsten Macht des Welten- schöpfers. Eben auf solche Art verehren sie auch ihren Mithras.. oder die Sonne.

Die Priester der Parsen sind Nachfolger der Ma­gier der alten Perser, und werden Velours genannt. Man würde sich aber- sehr irren, wenn man sich unter diesen Magiern eine Gattung Zauberer, Schwarzkünst­ler, Hexenmeister (Magiciens) dachte. Magier hießen bey den alten Persern und anderen orientalischen Völ­kerschaften ihre Philosophen und Gelehrten aller Art. Die parsische Nation bezeuget gegen diese ihre Destours die allertiefeste Ehrfurcht und Hochachtung.

Die Bevölkerung hat bey den Parsen zu allen v - Zeiten einen sehr wichtigen Religions-Gegenstand aus­gemacht. Bey diesem Volke ist die Lhrenbeicht strenges Geboth; und wenn ein Parse weder bequeme Zeit, noch gute Gelegenheit hat, dieselbe einem Priester abzule­gen: so will das Gesetz, daß er sich deshalb an einerr Laien wende, der durch seine Tugend und Frömmig­keit in Empfehlung und Ansehen steht; oder daß er Gott selbst im Angesichte der Sonne sein Sündenbe» kenntniß ablege.

Unter allen bekannten Religionen der Erde ist viel­leicht diese der Parsen die einzige, in welcher das Fa­sten weder verdienstlich noch vorgeschrieben ist. Der Parse glaubt im Gegentheile, die Gottheit dadurch zu ehren, wenn er sich's recht wohl schmecken laßt, und