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§. VI.

Von der Religion der Völker auf der Znsel Ceilan. *)

Mreilan ist eine grosse Insel in Indien, ungefähr hun­dert Meilen lang, und auf fünfzig Meilen breit. Die Völker, die diefe Insel bewohnen, nennen stch Chingü- lais. Ihre Religion, welche freylich wohl mit einer grossen Menge abergläubischer Gebräuche vermenget, und dadurch verunstaltet ist, nähert sich in vielem der natürlichen Religion. Sie glauben einen Gott; und dieser Grundsatz ihrer Gottesgelahrtheit, wie man es nicht oft genug wiederhohlen kann, ist der nähmliche, den auch alle anderen Völker der Welt haben.

Eben so lassen sie auch die Unsterblichkeit der See­le zu. Ey! welche Nation hat wohl jemahls diese so wichtige^Glaubenswahrheit mißkannt? **)

*) Ceylan, Zeplon, Ceilon. Sie ist außer Zweifel die bey den Alten unter dem Nahmen Taprobane bekann­te grosse, reiche Insel im indischen Meere.

**) Wem ans beyden wird man seinen Beyfall schen­ken? Den Behauptungen einiger Herren Mate­rialisten? oder der allgemeinen Uebercinsiimmung aller Völker der Erde seit undenklichen Zeiten? ----