Volkes nicht unterschieden, und man kann sie nur aus den Narben erkennen, die man ihnen in ihren Kindes- jahren am Leibe machet. Sie haben auch das Recht, ßch rpie die Grossen des Reiches Zu kleiden, wenn sie anders im Stande find, diesen grossen Aufwand zu bestreiten.

Die Priester und Priesterinnen stehen über alle Mas­sen in Ehre und Ansehen. An der Spitze des Priester- thumes ist ein Oberhaupt, der über dasselbe die Ober­aufsicht hat, und eine solche unterscheidende und aus- Zeichnende Hochachtung genießt, wie der König selbst. Die Vollmacht dieses Oberpriesters halt manchmal)! mit jener des Landesfürsten das Gleichgewicht.

Die Neger glauben ganz gutherzig, daß ihr Hoher- prkester mit der Gottheit oftmahligen Umgang pflege.

Die in den Stand der Priesterinnen erhobenen Frauenzimmer heißen Ust 38 . Sie nehmen den Titel der Kinder Gottes an. Wie sonst alle anderen Frauen ihren Männern unterwürfig find ; so fordern diese Hoch­achtung und Ehrenbezeigungen, und üben sowohl über die Männer, als auch über ihre Güter eine gebietheri- fche Herrschaft aus; sie haben sogar das Recht zu be­fehlen, daß ihre Männer ste bedienen, und kniefällig mit ihnen reden.

Wiewohl die Neger in Juida weder Juden noch Mahumedaner find; so ist doch nichts destoweniger die Beschneidung der Kinder bey ihnen eingeführek, ohne daß sie darüber eine andere Ursache anzugeben im Stande waren, als das Beyspiel ihrer Men Vorsah-- ren. Unterdessen aber ist diese Beschneidung nicht von