§. III,
Religion derDölker eonGuinea*} überhaupt.
Religion der Völkerschaften in Guinea hak in vielen Stücken eine Gleichheit'mit jener des Königreiches Juda, von dem wir so-eben geredet haben.
Ein Gott, eine unsterbliche Seele, Fetische, in welchen ihrer Meinung nach eine aus dem Höchsten aller Wesen ausströmende Macht ihren WohnstH hak, Gespenster, Zauberer, Orakel, dieß zusammen genommen, machet die Religion aller der Nationen aus, die diese Gegend von Afrika bewohnen. Dieses Volk mu- thet sogar gewissen Bäumen Orakelsprüche zu.
Man hat in Ouinsa in jeder Woche einen Tag, welcher'dem Gottesdienste gewidmet ist.
Die Priester dieser Neger - Völker sind vielleicht durch den Aberglauben des Volkes die reichesten und glücklichsten unter den Sterblichen. Sie leben ganz in der wollüstigsten Leichtsinnigkeit dahin.
*) Eine sehr grosse, unter viele Könige getheiltc Landschaft in Afrika, deren Lage ohnedixß auf der gemeinsten Karte zu finden ist.

