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so schwachköpsiges und abergläubisches Volk antresse,. als diese Virginier. Sie haben eine tiefe Ehrfurcht ge­gen die Sonne; so wie man auch daselbst Götter der Winde, der Meere, der Jahreszeiten, u. s. w. findet

Noch nie war eine Nation in religiösen Schenkun­gen und Opfern, so freygebig, ja verschwenderisch, als es die "Virginier jtttb.

Der mindeste Gegenstand der Furcht oder Besorg­nis gibt ihnen Veranlassung, zu Ehren der Gottheit ein Fett oder einen Taback in Rauch aufsteigen zu' las­sen. Wenn sie eine Reise unternehmen, verbrennen sie Taback, um den Bepstand der Gottheit zu erlangen; wenn sie über einen See oder Fluß setzen, werfen sie Taback, ja sogar oftmahls das Kostbarste hinein, was sie nur immer bey sich haben, um dadurch die Gunst und Gewogenheit jenes-Genius zu gewinnen, der die­sen Oertern Vorsicht. Es gibt wenige Stationen auf der Erde, welche gegen das Pricsterthum mehrere Ehrfurcht hatten/als man in Virginien für die Priester des Lan­des hat. Aber die wahrhafte Ursache dieses erstaunlich grossen Kredites, in dem diese Priester stehen, beruhet ganz auf der Unwissenheit des Volkes, auf seinem von Natur aus furchtsamen Charakter, und dergleichen.

Die guten Virginier unterhalten noch überdicß eine Menge Marktschreycr, die den Titel der Zauberer oder Hexenmeister annehmen. Da man denselben eine voll­kommene Kenntniß der Natur einräumet, so sind sie auch zugleich die Aerzte der Nation.

Der Religions-Cultus dieses Volkes'wird in ei­ner gelehrten Sprache gehalten, die nur von den Prie­stern verstanden wird.