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54. Wenn ich euch sage, dass ich allen Patriarchen und Proseten weit vorgehe, sie alle an Macht und Würde weil übertreffe, was Hilst dieses? Aus meine bloße Behauptung kommt es ja nicht an. Gott, mein himmlischer Vater, ist es, der mich durch die Wunder, die ich wirke, und durch die himmlische Erscheinung bei meiner Taufe verherrlichte, den ihr als euern Gott verehret, deffen Zeugnis ihr also annehmen sollet.
55. Und doch habet ihr bisher weder Gottes (meines Vaters) Eigenschaften, noch seinen Willen (seine Gebote) recht erkannt; sonst würdet ihr ja aus seine Gebote und aus sein Zeugnis von meiner göttlichen Sendung und Würde mehr Acht haben. Aber ich kenne Gottes Eigenschaften vollkommen, und erkenne seinen Willen.
56- Abraham hat mit freudigem Verlangen der Zeit meiner Ankunft auf Erden entgegen gesehen. Er hat auch wirklich (seinem unsterblichen Geiste nach) meine Ankunft gesehen und sich darüber erfreuet. Dem Abraham wurde die freudige Verheißung gegeben, dass durch einen seiner Nachkommen alle Völker der Erde werden gesegnet werden. Und diese Verheißung wurde an mir erfüllet.
57. Die Juden verstanden diese Worte wieder sinnlich von einer körperlichen Gegenwart Jesu zu den Zeiten Abrahams, und sagten daher: Du hast noch nicht ein Alter von fünfzig Jahren; wie kannst du behaupten, dass du zur Zeit Abrahams gelebet habest, der schon lange gestorben ist?
58. Ehe Abraham war, bin ich (meiner göttlichen Natur und Würde nach) schon gewesen. Jesus ist seiner göttlichen Natur nach von Ewigkeit.
59. Dieser Reden wegen, die sie für eine Verachtung Abrahams hielten, wollten sie ihn mit Steinen verfolgen. Jesus aber verbarg sich unter das Volk, und gieng sicher und unbeschädiget aus dem Tempel hinaus. Niemand getraute sich, die Hand gegen ihn zu erheben.
a. Jesus konnte selbst seine ärgsten Feinde auffordern: Wer aus euch kann mich einer Sünde beschuldigen? — Jesus ist höchst heilig.

