Wahrheiten in der Moral und Religion, sondern nur auf das gesellige Leben, damit der Plauderhaftigkeit in der Fa/ milie und in Gesellschaften ausser der Loge über die Ge­bräuche der Freimaurerei in der Loge der Mund zugemacht werde, um der Freimaurerei das Ansehn einer Ungemein­heil zu sichern; und man habe also gar nicht versprochen, die Geheimnisse des Ordens dem großen Ganzen der Mensch­heit und Bürgerlichkeit zu verschweigen, also auch kein Ver­sprechen gebrochen, wenn man mit diesen Geheimnissen vor die Welt tritt, sondern nur dies habe man versprochen, nicht von den Gebräuchen des Ordens in dem geselligen Umgänge, gleich wie von gemeinen Dingen des Lebens und der Zeitungen, zu sprechen, und nur, wer dies thue, halte nicht sein Versprechen. Allein, es ist dieser Gedanke nur eine Ausflucht; wozu man in dem Inhalte des Eides keine Veranlassung finden kann.

Weiter kann man gehn, und sagen, es sind Ueberzeu- gungen, welche noch erst kommen sollen, eben so wenig ein Gegenstand des Versprechens, als künftige Handlungen, welche mit diesen Ueberzeugungen verbunden sind, und von ihnen abhängen; weil Keiner versprechen kann, er wolle künftig diese oder jene Ueberzeugung haben, oder seine Handlungen von der Ueberzeugung losreißen, und sie dersel­ben gar entgegen stellen, womit man offenbar eine Unver­nünftigkeit versprechen würde, da die Vernünftigkeit ja eben darin besteht, daß man die Handlungen auf Ueberzeugungen sehe. Ist also Jemand anders überzeugt, von dem Orden oder dem Versprechen, als er war, da er das Versprechen abgab, so hat er diese Aenderung in seiner Ueberzeugung nicht vorhersehen können, also gar nicht in sein Versprechen