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vater soll den Launen des Weltgeistes entsprechen, und Christi ewige Regeln verlassen? D du scheinst nicht zu wissen, wie höchst nothwendig es ist, bei den so häufig unvollständigen Beichten durch weise Fragen dem schwachen Beichtkinde zu helfen, um ihm das Gold himmlischen Friedens zu vermitteln. Freilich wird , wo er es nicht nothwendig findet, der Beichtvater nicht lange, oder auch gar nicht fragen. Und allerdings sollen wohl die Beichtväter gut sein, sollen also den Verirrten den wahren Lebensweg zeigen; nicht aber den Ohren schmeicheln mit täuschenden Worten, (2. Tim. 4.) nicht ihnen den Frieden da verheißen, wo kein Friede ist. Würden sie aber nicht oft, sehr oft einen falschen Frieden verheißen, wenn sie ohne Fragen zu stellen, ohne Kenntniß des Sünders, jeden ohne Unterschied, den Sünder aus Bosheit, wie den Sünder aus Schwachheit, den Verführer, so wie die Verführten nur schnell lossprechen würden? Dies können, dies werden die von Christus Jesus bestellten Beichtväter wohl nicht! — Und allerdings soll das Beichtkind ganz seinem Beichtvater sich vertrauen, mit seinen Worten zufrieden und beruhigt sein, wie dies der heil. Philipp Neri bestätigt, wenn er spricht: „Werseinem- Beichtvater gehorcht, ist dem Herrn von seinen Handlungen keine Rechenschaft mehr schuldig; wer hingegen nicht gehorcht, sich nicht beruhigt mit des Beichtvater Bcscheioen, ist ein hochmüthiger Mensch und ermangelt des Glaubens." Recht gut spricht Neri, denn er weiß von keinem Beichtvater, als von einem solchen, der nur dann losspricht, wenn er das an der Beicht Mangelnde durch weise Fragen ergänzt, und den Sünder der himmlischen Schlüsselkraft, der heil. Lossprechung, würdig erkannt hat. Diesem kann man sich freilich ver-

