Der Königin Majestät

bei Allerhöchstderselben Durchreise.

Hildesheim, den 15. Juli 1837.

Im raschen Zuge nach dem Königssitze,

Zu Deinem und des Landes höchsten Herrn,

Um dort des Thrones hehren Strahlenglanz Durch jede Tugend zu verherrlichen,

Sieh es uns gnädig nach, o Herrscherin!

Wenn Lieb und Ehrfurcht Dehne Heimfahrt heut’ Für einen Augenblick zu hemmen wagen.

Es gilt, die Erstlingshuldigung des Volks,

Als schuldigen Tribut, Dir darzubringen,

Bevor die nachbarliche Königsstadt Auf immer Dich in ihre Mauern schliesst.

O nimm den Jubel, der Dein Ohr berührt, Erhabene Monarchin ! gnädig auf Und blicke wohlgefällig ins Gewühl Der Kinder, die sich ihrer Mutter freun.

Es ist, vielstimmig ja und vielgestaltig,

Nur Ausdruck eines einzigen Gefühls,

Was in der Menge, die hier fluthet, lebt,

Ein Pulschlag nur der Aller Herzen hebt: Der Wunsch für Dein beständig Wohlergehn, Die Hoffnung ists auf längeres Wiedersehn.