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22. Jesus Verklärung.

MLisher hatten die Jünger Jesu nichts anders als die großen Tßaten desselben gesehen, und waren noch gänzlich unerkannt mit allem dem, was ibm in Jerusalem durch den Haß seiner Fein­de begegnen sollte. Sie hatten ihm ans seine Frage: was die Menschen von ihm hielten, geant­wortet : er sey Christus des lebendigen GotteS Sohn, und nun ließ er sie nicht langer in Unwis­senheit, sondern entdeckte ihnen offenbar, daß er nach Jerusalem gehen, allda vieles leiden, und ' von den Äeltesten des Aathes und den Schriftge- - lehrten gelödtct werden würde. Petrus konnte sich davon nicht überreden; aber Jesus wies seine Einwendungen ab, und machte ihn bald daraufzum Zeugen, daß Leiden der einzige Weg zur Verherr­lichung in Gottes Sleiche fty.

Es waren beylausig sechs bis acht Tagever- siossen, so nahm Jesus die drey Jünger Petrus, Jakobus und Johannes mit sich auf einen hohen Berg, den man gemeiniglich für den Thabor halt, und führte sie seitwärts auf denselben. Hier siel er hin zum Gebethe: und sein ganzes Aeußere sing an sich himmlisch zu verändern. Das Evan­gelium erzählt nur schwache Züge, als: ,,D^e Ge­stalt seines Angesichtes ward ganz anders: es