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29. Jesus am Oclberge. (Luc. 22.)
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Mach dem Abendmahle hatte Jesus seinen Jün- gern noch manche wichtige und nothwendige Lehre für ihre Zukunft gegeben, und sie zugleich seinem himmlischen Vater zum bcsondern Schüße anempfohlen, hatte ihnen den Geist des Trostes und der Belehrung, der ganz seine Stelle vertreten würde, vom Vater zu senden versprochen, und Alles gethan, ste dahin zu starken, daß sie mit Glauben und Standhaftigkeit den traurigen Augenblick seiner bevorstehenden gewaltsamen Trennung von ihnen ertragen konnten. Die Zeit der Erfüllung rückte mit jedem Augenblicke naher; Judas Jskarior, der Sohn des Verderbens, war schon auf dem Wege seine schändliche Verratherey gegen Jesum auszuführen, und die Priester und Schrrftgelehrten machten schon freudenvoll alle Anstalten sich seiner Person zu bemächtigen. Jesus, d r alles das wußte, würde jetzt eben so leicht wie manche vorige Male seinem Tode haben entgehen können; aber nun war es sein und seines himmlischen Vaters Wille, und mit großer Seele sagte er zu seinen Jüngern: „Stehet auf! Lasst uns von hier gehen."
Es war in der Nahe der Stadt der Oelberg mit einigen angenehmen Thalern und Garten

