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Sohn wird in die Hände der Sünder überließ fert werden. Stehet auf, lasset uns gehen. Se- hel, der mich überliefern wird, ist nahe/" Und er hatte noch nicht ausgeredet, so war der Verra» lher mit.seiner ihm gleichen Rotte in den Gar» len eingedrungen, und trat zu ihm hin, und küßte ihn mit dem Gruße: ,,Sey gegrüsset Mei­ster !" Welche grobe Beleidigung mußte dieß in den Augen Jesu seyn, als sein Jünger, der so viele Lehren vom aufrichtigen Betragen gegen die Menschen gehöret hatte, jetzt noch, da er mit ei­ner blutgierigen Rotte gekommen war, Freund» schalt heucheln wollte; und dennoch nannte ihn Jesus Freund! und sagte ihm die eingreifenden Worte: Iudah! durch einen Ruß vecräthesi du des Menschen Sohns^

Häßlich war die niedrige Thal des Berrä» lhers; aber noch häßlicher, daß er den Freund» schafrskuß als Mittel zur Ausführung benützte. Mochte er denken, der Haß der Juden gegen Je» sum würde sein Leben nicht fordern. Mochte er seinen gethanenen Schritt selbst herzlich bereuen: so konnte man doch vicht so leicht seinem falschen Herzen Aufrichtigkeit zutrauen, und er fand es selbst für besser am Ende zu verzweifeln und sein eigener Mörder zu werden. Wäre dieß Beyspitl so kräftig, jedes falschen Bruders Herz von Der» stellung und Heuchelei) abzuschrecken., und zur aufrichtigen Bruderliebe wirksam zurückzuführen!

Und nun wandte sich Jesus zu der Rot­te, und fragte sie: wem sie suchten, und sein blos­ses

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