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ZL. Petrus verlaugnet Jesum. (Marc. 14.)
Petrus war einer aus den drey Jüngern, welche ¥ Jesus oft seines nähern Umganges würdigte. Er erhielt seinen Ruf bey dem reichen Fischfänge, und offenbarte schon dazumal sein aufrichtiges gut- müthiges Herz, als er sich desselben für unwürdig anerkannte. Seine Anhänglichkeit an Jesum nahm immer zu, und sein Eifer konnte es nicht vertragen, daß seinem Lehrer einst so viel Leid begegnen sollte; daher nannte ihn auch Jesus einen Widersacher; gab ihn aber auch bald darnach bey der Frage: was die Menschen von ihm hielten, Gelegenheit das Gestandniß abzulcgn: „Du bist Christus des lebendigen Gottes Sohn;" nahm ihn mit sich auf den heiligen Berg, und machte ihn mit den zwey andern Jüngern zum Zeugen feiner Verherrlichung, die dem Leiden erst folgen könne.
Alle diese Auszeichnungen machten die bescheidenen Jünger Jesu nicht stolz, und er war es, welcher nach dem letzten Abendmahle, als Jesus seinen Jüngern die Füsse wusch, zu demselben sagte: „Was, Herr! du willst mir die Füsse waschen?" und würde sich kaum dazu haben bere-

