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Jesu Geißlung

ie Hohenpriester, die Schriftgelehrten und

Nettesten des Volkes, welche Jesu Tod schon vor seiner Gcfangennehmung beschlossen hatten, waren zusammengekommeu ein allgemeines Ver­hör über den unschuldig Gefangenen vorzunehmen. Sie fragten ihn wegen seiner Lehre, aber überall hatte er sie öffentlich vorgetragen , und ließen tvi f der ihn Zeugen auftreten, die sich widersprachen, und nichts wußten, was ihn des Todes hatte schul­dig machen können. Mochten sie nun dieses Verhör auch nur der äußern Form wegen vorgenommen ha­ben, so mußten siedoch eine wenigstens scheinbare Ur­sache haben, die sie dem römischen Landpfleger vor- legen konnten. Daher fragte ihn der Hohepriester selbst mit einem' Eidschwurc, ob er Christus des lebendigen Gottes Sohn sey? Seine Bejaung ward für eine Gotteslästerung, und folglich auch für ei­ne hinlängliche Ursache des Todes gebalten. Und alle stimmten für seinen Tod. Die Wache über­nahm ihn zur Verwahrung, und erlaubte sich alle» Muthivillen gegen den Unschuldigen.

Am frühen Morgen kam der Rath wieder zusammen und überlegte, wie sie Jesum als einen Uebelthater bey demLandpsteger angebcn, und zum Tode befördern sollten. So viele Bemühungen