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ihm die Zehner gegen Michael Steno/ den Verfüh­rer seiner Gattinn oder Tochter/ nicht volle Genug- thuung bewilligten/ soll ihn wider die Regierung er­bittert, und zur Rache an ihr gewaffnet haben.

20. Einem Seeofficier, der sich bei ihm über ei­nes Edeln Ungerechtigkeit beklagte/ erwiederte er zür­nend :Wie kann ich dir Gerechtigkeit verschaffen, da ich selbst sie nicht zu erhalten vermag?" Dieser Worte tiefen Sinn ergründend, kehrte nach einigen Tagen der Ofsicier insgeheim mit dem Vorschläge zurück, durch Ermordung des großen Nalhcs den Staat von dem Joche zu befreien. Schwach genug, der glänzenden Lockung des Diadems zu erliegen von Rachsucht zur Herrschsucht geleitet vergas der unselige Greis, daß achtzig Jahre kein Alter für Verschwörungen sind. Aber der gefahrvolle Anschlag entging dem wachenden Auge der Inquisitoren nicht; zwei Verschworne endeckten a-lles; die Häupter des Bundes, sechzehn an der Zahl, mit ihnen der See- officier wurden überführt, und unter den Fenstern des Doge gehangen.

21. Zu dem Vornehmsten der Verschwornen ge­langend, nahm die Beherzigung seiner Würde grö­ßere Vorsicht: Wachen besetzten die Thüren seiner Wohnung; die Zehner, welche ihn richten sollten, ver­langten in so außerordentlichen Verhältnissen die Bei­ordnung der zwanzig einsichtsvollsten und redlichsten Senatoren. Ein ganzer Tag gehörte der Untersuchung der Aktenstücke; denn mußte der Doge selbst erschei­nen; der überraschende Anblick wurde ihm durch das Bewußtseyn seiner Strafbarkeit klar. Im Fürstenge, wände vor seine Richter tretend, sah er sich von un-