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laubniß sämmtliche Matrosen nach dem Hinterschiffe, wo ich zuvörderst der gesammten Proviantmasse meinen Privatmundvorrath, mit dem einzigen Vorbehalte meines Weins, beifügte und dann die Leute durch einige ruhige, feste Worte mit den zur Zeit nöthigen Entbehrungen versöhnte — eine Bemühung, welche sie mit einem Vivat belohnten.
Diese Unglücksfälle waren für mich eine gute Schule und setzten mich bald in die Lage, später in jenen inhaltsschweren Ereignissen, welchen mich mein böser Stern so viele Jahre preisgegeben hatte, mit Entschiedenheit zu handeln. Wir hielten nun den Schnabel des Schiffes gegen Osten und bemühten uns, eine von den kanarischen Inseln anzuthun, hatten aber nichts als Windstillen mit leichten neckischen Winden untermischt. Wir machten sehr geringe Fortschritte auf dem Oreau, obschon die Fortschritte in dem Verschwinden unserer Vorräthe eigentlich reißend genannt werden konnten. Ich brauche nicht zu sagen, daß der Mate, mit welchem ich auf einem sehr vertraulichen Fuße stand, obschon ich unser Verhältniß nicht gerade Freundschaft zu nennen vermag — mit aller Bereitwilligkeit darauf einging, seine Privatvorräthe denen der Gesammthcit beizu- fügen, und wir berathschlagten uns gegenseitig, ob es nicht gut wäre, dem Schiffer Tomkinö den Vorschlag zu machen, daß er unserem Beispiele folge. Ich habe bereits gesagt, wie sehr ich diesen Mann haßte und verachtete, obschon mich die Klugheit — vielleicht ein Ueberrest von der früheren Ruhe meines Charakters — bisher immer bewogen hatte. Alles zu vermeiden, was zu einem Bruche führen konnte. Wir benahmen uns einige Zeit über die passendste Periode, in welcher wir ihm unser mißliebiges Ansinnen stellen konnten, fanden aber balv, daß diese Zögerung nutzlos war. Tom- kins war nämlich in der letzten Zeit gar nie mehr ganz nüchtern gewesen, weshalb wir Mittags ganz ruhig in seine Kajüte gingen und ihm unsere Wünsche vortrugen.
Er gerieth in eine unbändige Wuth., überhäufte uns mit den

