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Aufführung; indem der Hebel der Wetteiferung die drückende Trägheit dieser versunkenen Gemüther hebt, welche unfähig sind, aus eigenem Antrieb das Gute zu wollen. Ich halte es nicht für gut, daß unter den durch eine gute Aufführung zu erlangenden Vergünstigungen eine Vermehrung der Kost oder die Befriedigung ähn­licher Launen Platz finde; wohl aber eine Aufbesserung des täglichen Arbeitslohnes, die Erlaubniß, öfter an die Angehörigen zu schreiben, öfter ihre Besuche zu empfan­gen; dies sind Beweggründe, welche die Belohnung ver­edeln und die Gemüthsstimmung Desjenigen erhöhen, der sich ihrer würdig gezeigt hat*).

In. der ehemaligen Strafanstalt zu Basel wurde den Weibern, welche sich bei der Näharbeit durch Ge­schick und Fleiß ausgezeichnet hatten, gestattet, sich au­ßer dem Hause Näschereien kaufen zu lassen, wie z. B. Butter, Kaffee, Würste, Weißbrod u. a. m. Der Genuß dieser Leckereien in Gegenwart anderer, schlecht genähr­ter Sträflinge ist mir immer wie eine verletzende Un­gleichheit vorgekommen.

Die Nahrung der Gefangenen ist im Hinblick auf ihre Gesundheit von großer Wichtigkeit. Man sollte

*) Dieses System wird mit vielem Erfolge in der Strafanstalt zu Lausanne angewendet, wo die liberale Pflege des gegenwärtigen Direktors, Herrn Payot, und des Vorstehers des Justiz- und Polizeidepartements, Hrn. Bonjour, wesentliche Verbesserungen erzielt hat.