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Ihn, o mich Elende! an allen Theilen der zerr fieischten Glieder von Blut triefend! Kein kennbarer Zug Seiner ersten Gestalt war mehr übrig. O wie oft blickte vom unseligen Holze Sein schmachtendes Auge hin auf die gelicbrs- Stadt, und schien voll sanfter Wehmurh ihr zu sagen; Was Hab ich Dir gethan, und womit Hab ich Dich beleidiget ? Wie oft fielen seine ster­benden Blicke auf den Haufen seines Volkes, der Ihn umgab, und schienen ein Herz zu suchen, das Lheil an seinem Zustand nähme. Nun sah er ge­gen Himmel, aber neue Schmerzen stürzten auf seine Seele, und:Mein Gott, hörte ich hin­aufrufen, mein Gott, warum hast Du mich ver§ lassen! Endlich während den letzten Athcmzügen pon schmerzenden Durste ergriffen begehrt Er mit matter Stimme einige Labung, und es wird Ihm Hönisch ein mit bitteren Essig getränkter Schwamm gereicht. Kaum hatte Er von diesem undank­baren Tranke gekostet, als Er, sehend, daß Sein letzter Augenblick gekommen ist, sich mit lauter Stimme dem himmlischen Vater anempfahl, und das sterbende Haupt auf feine Brust hernieder sinken ließ. Bey diesem Anblicke war mir's, als riß man dieß Herz mir vom Leibe. O w^e viel­mal litt ich den Tod an diesem Tag! Ich stand unbeweglich dort/ und war beynahe jedes Sin­nes beraubet, nur bäucht mir, ich hörte rund um mich her ein dumpfes Gemurre verworrener Stimmen, welche sagten, Er sey verschieden,

Ich