^Veit zwei und vierzig Jahren habe ich fast ununterbrochen das schöne Oesterreich bewohnt, in welchem ich auch begütert bin, und stetS mit aufmerksamem Auge den Gang der Ereignisse, die geistige Kultur, die Richtung der Regierung und die öffentliche Stimmung verfolgt. Meine Bildung erwarb ich theils in den Centralschulen der französischen Republik zu Anfang dieses Jahrhunderts, in Napoleons Lyceen und technischen Schulen, theils in den österreichischen Gymnasien und höheren Schulen. Belgier von Geburt, aus eigener Wahl österreichischer Staatsbürger, kann ich daher unparteiisch sein, und will es auch. Die sich drängenden Zeitereignisse lassen es nicht zu, eine gründliche, ihren Gegenstand erschöpfende Abhandlung zu verfassen; ich muß mich mit einer Skizze begnügen, doch werden, so hoffe ich, meine Andeutungen für den Leser belehrend sein.
Das Jahr 1809 macht Epoche in Oesterreichs Geschichte. Die schönste, edelste Begeisterung entflammte alle Gemüther, der Enthusiasmus, dieses Zeichen der

