II

eine Estafette aus Königsberg die sichere Nachricht ward, der Kaiser sey daselbst am 9. Oktober angelangt; ob er aber auch in Eibau eintreffen werde? war nun die ängst­liche Frage, und ich erinnere mich bei Ge­legenheit eben dieser Frage der passenden und schönen Antwort eines achtungswer- then Eibauers ; er sagte nämlich: der Kaiser kommt gewifs, und statt aller andern Worte setzt nur diese: er hält was er verspricht, auf die zum Empfange berei­tete Ehrenpforte. Es giebt nicht Worte, die eines solchen Monarchen und eines ihm mit Vertrauen und Eiebe ergebenen Volkes würdiger wären, als diese. Die Deputirten der Stadt, in der Person des jetzigen Herrn Bürgermeisters Fölsch und des ehemaligen Herrn Bürgermeisters Neumann , waren Sr. Majestät bis Polangen entgegen gefahren, und allenthalben hatte man Posten ausge­stellt, welche die Nachricht von der An­kunft des Kaisers so schnell als möglich nach Libau bringen sollten. Man erhielt Anzeige von der Ankunft des geliebten Mo-