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serer Gesellschaft, vor unsern Augen die Liebe, die Freund­schaft, den Ehrgeiz, die Ruhmbegierde, die Pietät, den Patriotismus, selbst die Religiosität, alle allgemeinen Passionen überhaupt, bald sehr schöne, sehr herrliche, sehr edle oder sehr nützliche Wirkungen Hervorbringen und bald zu den verkehrtesten, unglücklichsten, verbreche-' rischsten Handlungen treiben?

Wenn dieselben menschlichen Passionen, je nachdem sie durch Erziehung, die äußere Umgebung, die sozialen Zustände eine besondere Richtung erhalten, bald Quellen und Ursachen des Guten, bald aber des Bösen sind, sollte es dann kein anderes^ Mittel zur Verringerung des Bösen und zur Vermehrung des Guten geben, als ein Schreien gegen die Passion, als ein Anathematisiren derselben, als ein unterdrückendes Verfahren gegen sie, wie von jeher die Philosophen und Moralisten geübt? Wäre es nicht besser, bei voükommner Aufrechterhaltung der gesetzlichen, moralischen und religiösen Schranken, die wider das Böse aufgerichtet sind, welches die Pas­sionen in ihren Verirrungen verursachen, die sozialen Bedingungen zu bestimmen, welche dieselben immer, oder doch in den meisten Fällen, auf den rechten Weg leiten würden? Die Wissenschaft lehrt jeden Tag die Kräfte der Natur, das Feuer, das Wasser, die Winde nützlich zu verwenden. Ist es nicht an der Zeit, daß die Wissen-