Unsere Schulen lassen diese fortschreitende und so- zietäre Stufenleiter der Lehrer nicht zu. Kallisthenes ^

hat das Amt, die Rhetorik zu lehren, er muß allein alle Zweige derselben lehren; er hat in seiner Schule keine Vizeprofessoren und Unterprofessoren, die, wie die Un- - ternehmer eines Pensionats, mitinteressirt wären. Die ; 4u-4 Harmonie stellt im Unterrichte, in den Kulturen und Manufakturen, so wie in den Künsten und Wissenschaf- *»; ,

teil diese Abstufung her.

Die Ge g en sei ti g k eit d e s Unt er ri ch t s muß, *, um vollkommen zu sein, sich auf die kleinsten Kinder er- ; strecken, d. h. schon unter den Bambins müsten kleine Sibyls sein, die fähig sind, kleinern Bambins Unterwei- : tzA'. sungen zu geben, und die sich für diese Gattung von Arbeit passioniren, welche bei den Kindern fruchtbarer - sein wird, als bei den Erwachsenen; nach .den Ge- ! setzen des aussteigenden korporativen Strebens. ^

,,Jn unserer, ihrer Vollkommenheit sich rühmenden Zivilisation muß ein erbärmlich besoldeter Professor, der gerade so viel Gehalt hat, als man braucht, um nicht Hungers zu sterben, fünfzig bid hundert Studenten ge­nügen. Was folgt hieraus?^daß er ihnen oberflächli­chen und,, seichten Unterricht gibt. Auf beiden Seiten sucht man sich die Sache nur leicht zu machen und war­tet nur auf das Ablaufen der Sanduhr. Die Meisten hören nicht auf den Professor, der seinestheils sich nicht darum kümmert, ob man auf ihn hört: er gibt dem Publikum soviel, als das Geld werth ist, welches er er-

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