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Ie der Kasten aus. Sie haben meistens einen fanf- tcrn Charakter, als die Mulatten, Abkömmlinge der Weiffen und Negerinnen, welche sich durch die Heftigkeit ihrer Leidenschaften, und eine grosse Gewandtheit ihrer Zunge auszeichnen. Die Kinder der Negern und Indianerinnen nennt man Chinos, Zambos. Von den gewöhnlichen Zambos unterscheidet man noch die Zambos prietos, von einem Neger mit einer Zamba erzeugt. Von einem Weissen und einer Mulattin wird ein Quar. tero n erzeugt; das Kind eines Weissen und einer Quarterone heißt ein Quinteron. Verheirathen sich diese Metzlern mit Weissen, so werden auch ihre Kinder ganz weiß. Die Indianer unterscheiden die verschiedenen Raccn durch den Geruch ihrer Ausdünstung.
Gewöhnlich findet man unter den Bewohnern eines Landes mehr Weiber als Männer, in Neu- spanicn ist dieß der umgekehrte Fall. Die Zahl der letzteren verhält sich zu jener der erster« wie 100 zu 95.
Die Verhältnisse der Gebohrnen und Gestor». benen lassen sich nicht mit Sicherheit angeben. Das Klima ist im Ganzen für ein langes Lebensalter geeignet; die besser genährten, in einem glücklicheren Zustande lebenden Racen scheinen auch in der Dauer ihres Lebens einen Vorzug zu geniessen.
Wenn ein Europäer, der alles genossen hak, was das gesellschaftliche Leben eines in der Civili- sation weit vorgerückten Landes Angenehmes darbie-
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