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ttt, sich in Me entfernten Gegenden der neuen Welt begiebt, so wird er bey jedem Schritte über den Einfluß seufzen, den die Kolonialregierung seit Jahrhunderten auf die Sitten der Einwohner ge­zeigt hat. Ich will dadurch nicht den moralischen Charakter der Bewohner von Mexiko und Peru an- klagen, ich bin vielmehr geneigt zu glauben, was schon mehrere Reisende vor mir bemerkt haben, daß die'Amerikaner von der Natur mit einer gewissen Sanftheit und Annehmlichkeit der Sitten begabt sind, die oft nahe an Weichlichkeit gränzt, wäh­rend die Energie mancher europäischen Nationen oft in Härte ausartet. Der Mangel an Gesellige keit, welcher in den spanischen Besitzungen allgemein ist, der wechselseitige Haß der Kasten, der das Le. den des Kolonisten verbittert, verdanken ihren Ur. sprung vielmehr den politischen Grundsätzen, nach welchen diese Länder seit dem sechzehnten Jahrhun­dert regiert worden find. Ein über das wahre In. teresse der Menschheit aufgeklärtes Gouvernement kann Aufklärung und Unterricht verbreiten; es wir> den Zustand der Kolonisten verbessern, indem eS nach und nach die monströse Ungleichheit der Rechte und Glücksgüter verschwinden macht; aber unge. heure Hindernisse wird es zu überwinden haben, wenn es die Einwohner gesellschaftlich machen, und sie bewegen will, sich wechselseitig als Bürger einc- Staates anzusehen.