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Persien und Arabien. Seit mehreren tausend Jah­ren haben sie sich noch wenig geändert, noch sind ihre Sitten und Gebräuche, ihre Redart und ihr Charakter so, wie sie sie uns die Bibel schildert: nie vermischen sie sich mit den Bewohnern der Städ. Le und Dörfer, die sie als Weichlinge verachten, darum rühmen sie sich auch unter allen Stammen des reinsten arabischen Blutes.

Die Natur des Bodens, der fast durchgehends jedem Anbau widerstrebt, zwingt sie, Nomaden zu seyn. Go weit das Auge reicht, bietet die Wüste dem erstaunten Blicke des beängstigten Wanderers nichts als unermeßliche Ebnen ohne Hauser, Bäu. me, Bäche und Berge, unter einem fast immer glühenden und wolkenfreyen Himmel dar; nur zu. weilen bemerkt man kleine Hügel, oder einzelne Fel. sen und Klippen, aber, gleichwie auf dem übrigen Lande, ruht auch auf diesen der Fluch der Unfrucht, darkeit. Don ihrem grünen Kleide entblößt, zeigt die dürre Erde nur selten einzelne holzige Pflanzen und verkrüppelte Sträuche, allenthalben herrscht tieft Stille, nur zuweilen durch das Geräusch eines Thiers unterbrochen, das über die unfruchtbare Fläche wegeilt. Diesen Anblick bietet im Ganzen das 600 Stunden lange und halb so breite Land dar, welches sich von Haleb bis an den arabischen, und von Aegypten bis an den persischen Meerbusen erstreckt. Einzelne Strecken sind indessen doch von der Natur minder stiefmütterlich bedacht, und diese Verschiedenheit ändert auch die Lebensart der man-