kömmt nur an hohen Feyertagen auf den Tisch der Beduinen; bey Hochzeiten und Begräbnissen schlach­ten sie zuweilen eine Ziege. Nur reiche und vor­nehme Scheits lassen manchmahl ein junges Kameel schlachten und essen gekochten Reis mit Fleisch * die ärmere Klasse begnügt sich häufig mit geröstete» Ratten, Eidechsen, Schlangen und Heuschrecken.

Sie sind beynahe durchgeheads gesund und nur wenigen Krankheiten ausgesetzt, aber mehr leicht N»d hurtig, als stark und kräftig. Obschon sie No­made» sind, so haben doch ihre Stamme das Land pnter sich getheilt, nur daß der einem jeden angewie­sene Erdstrich, der den Heerden da- ganze Jahr hindurch Nahrung geben muß, weit grösser ist, als bey ackerbautreibenden. Nationen. Der Stamm theilt sich, nach Maaßgabe seiner Stärke, in mehre­re Lager, die ihren eigenthümlichen Bezirk nach und nach durchziehen, und einen Platz um den andern perlassen, so wie sie ihn mit ihren Heerden abgcwci- drt habe». Die ganze Strecke ist meisten- zum Un­terhalt des Stammes unbedingt nöthig, darum wird jeder Fremde, der seinen Bezirk überschreitet, für einen Beleidiger des Eigenthumsrechtes angese­hen, und trist ein Stamm einen andern, oder meh. rere Mitglieder desselben auf seinem Bezirke an, so entsteht daraus ein Krieg, der nach den grösser» oder geringer» Verbindungen der feindseligen Stam­me mit ihren Landsleuten auch mehr oder minder allgemein wird.