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seiner sonderbaren Gestalt wegen auch sehr schwer zu beschreiben ist. Man stelle stch eine Menge grosser cylindrischer und zuckerhutförmiger Spitzen vor, die verschiedenen Arten von Pyramiden ähnlich auf einer Felsenschichte stehen, welche ganz isvlirt bey. nahe Z000 Fuß hoch über die unter ihr befindliche Ebene hervorragt, so hat man ein Bild dieser merkwürdigen Naturerscheinung. Seiner sonderbaren Gestalt wegen, hat dieser Berg auch den Nahmen Montserrat (durchschnittener Berg) erhalten. Die Felsen, aus denen er besteht, find runde Kalk- x steine von verschiedenen Farben, «eisser rothgeäder- tcr Quarz, S-ndsieine, die durch Kalkerde und etwas Sand mit einander verbunden find, und eine Masse bilden, welche bey den Naturforschern unter dem Nahmen Puddingstein bekannt ist. Der Kilt, der diese Steine verbindet, hat ftch an mehreren Orten aufgelöst, und das Wasser hat Klüfte und Höhlungen gebildet, von denen die größte Santa Maria genannt, den Berg in zwey .Haupltheile theilt; der südliche von diesen gehört zum Bisthum Barcelona, der nördliche aber zum Bisthum V«co. Auf den zerstreuten Ueberresten von vegetabilischer Erde, welche das Wasser nicht mit fortgeschwemmt hat, und die eine ausserordentliche Produktionskraft besitzen, rnfft man in den Zwischenräumen oer Kelsen, Baume und Pflanzen von dem schönsten Grün an, deren Vegetation bey dem , gänzlichen Mangel an Quellen etwas Ausserordentliches ist. Das Innere dieses merkwürdigen Berge-
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