Die in den von der Mittlern Donau nördlich gelegenen, von den Römern unbezwungenen und von ihnen Germania magna (Großdeutschland) genannten Ländern, namentlich in den beiden Mannhartsviertcln von Österreich und im heutigen Böhmen wohnenden Völker hießen Markomannen d. h. Gränzbewohner, welche vordem in Mitteldeutschland und am Rhein gewohnt hatten. Wir werden im nächsten Kapitel auf diesen germanischen Volksstamm zurückkommen.
Im heutigen Mähren saßen zur selben Zeit, d i. im ersten und zweiten Jahrhundert n. Ehr. die Quaden, gleichfalls ein deutscher Volksstamm, den eben so, wie die Markomannen und andere germanische Stämme ein unwiderstehlicher Drang und äußerer Anstoß nöthigte, die bisherigen Wohnsitze zu verlassen und sich südwärts über den Donaustrom auf die Römer zu werfen.
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Vorgeschichte.
Wtas große, weitverzweigte Volk der Kelten, das ursprünglich ^^aus Asien stammte, wie oben schon gesagt wurde, ist in unsere Länder aus dem heutigen Frankreich, welches nach ihnen Gallien hieß, lange vor der christlichen Zeitrechnung übersiedelt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden den Kelten die Wohnsitze im Abendlande von Europa zu enge, und es erfolgte mm wieder eine Rückströmung von Westen nach Osten, die für die Länder unseres Kaiserstaates folgenreich geworden ist.
Ambigates, König der Bituriger, eines mächtigen Keltenslammes in Gallien, dessen Gebiet allzu bevölkert war, entsendete seine Neffen Bellowes und Sigowes mit großen Heerscharen und der Weisung, sich im Osten und Süden Wohnsitze zu suchen. Der erstere nahm seinen Weg über die Alpen nach

