Tragi- komische Abenteuer eines Wiener Oktoberstüchtlings.
2kuf unserem schönen, herrlichen Planeten, die Erde genannt, wandeln Menschen von verschiedenen Farben, Ansichten, Karakteren und Gesinnungen; es gibt da Gute und Böse, Große und Kleine, Schwarze, Kupferfarbene und Weiße, Radikale und Konservative, Gut- und Schlcchtgesinnte, Politische und Unpolitische, Muthige und Verzagte, Streitlustige und Friedliche.
Der Held unserer Erzählung gehört jedenfalls in die Kathegorie der Letzten, nämlich der Friedlichen, und Heldcnmuth war ihm nicht in der Wiege als Pa- thengeschenk eingebunden; er gehört dem Stande aus- übender Künstler an, Kunst aber blüht und gedeiht nur unter der milden Sonne des Friedens, kein Wunder also, daß Künstler, mit wenig Ausnahmen, keinen besonderen Geschmack gewinnen an politischen Bewegungen, wenn selbe nicht im Gewände des Friedens einher schreiten.
Seit dem glorreichen März 1848, wo über Oesterreichs umwölkten Himmel zum ersten Male die Sonne der Freiheit aufging, und mit ihren Strahlen das verfinsternde Gewölke durchdrang und zerstiebte, brach nun über unfern Helden eine Zeit voll banger
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