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Am 2. Sept. 1347 wurde unser ewig unvergeßliche K. Karl IV. sammt semer Gemahlin Blanka in der St. Veitskirche gekrönt a); allein diese neue Königin starb das folg. Jahr darauf b), u. wurde in dieser Kirche begraben. Hierauf fertigte am 3. Sept. 1348 K. Karl IV. einen FreLeits rief aus. kraft dessen er erklärte, daß die an dieser Kirche eingestellte Geistlichkeit die Feldarbeiten zu verrichten nicht verbunden seye, u. auch von Niemanden hiezu angehalten werden dürfe.
Den 5. März 1349 wurden einige Heiligthü- mer, die K. Karl IV. München (in Baiern) erhielt, nach dieser Kirche überbracht; dann wurden am 21. d. M. auch die Reichskleinodien nach Prag übertragen, u. nebst den h. Reliquien dem Wolke zrir Schau ausgestellt. Bei dieser Gelegenheit wurde vom Pabst Jnnocenz VI. das Reliquienfest auf den Lten Freitag jährlich nach Ostern zu halten bestimmt c) welches noch heut zu Tage in dieser Kirche, doch nicht an dem itzt bemeldten Tag, sondern am ersten Sonntag nach Bartholomäus begangen wird.
Am 1. Nov. 1349 ließ K. Karl IV. seine Ge« mahlin, die er im Monat Nov. v. I. geheurathet hatte, in dieser Kirche feierlich krönen <1).
Am ZV. Nov. d. I. erhielt Karl IV. von dem
a) Diese Feierlichkeit kann man im „Vaterland" IX. Hft. Nr. 19 nachlestn.
I») Einige Christen behaupten am 22. Febr., Andere hingegen am 1. August.
c) lieness. Metrop, L. 4. p. -354. Lnpac. 5. April,
d) S. Vaterland XL Hft. Nr. 5,
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