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glückli chste Haus sei?— Da sagte Solon: „Das beste Haus scheint mir dasjenige, in welchem das Geld ohne Ungerechtigkeit erworben, ohne Mißtrauen aufbewahrt und ohne Reue ausgegeben wird." — Bias: „In welchem der Hausvater sein selbst wegen sich eben so verhält, als außerhalb des Gesetzes wegen." — Kleobulos: „In welchem der Hausvater mehr geliebt als gefürchtet wird."— Pittakos: „Das beste Haus scheint mir das, in welchem weder was Ueber- flüssiges, noch was Notwendiges vermißt wird."
Und wie antwortet der Christ auf diese Frage? Das beste Haus ist sicherlich da, wo Alt und Jung Christum zum Hausherrn erwählet haben; denn wo Christus herberget, da wird dem Hause Heil widerfahren.
4. Des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser.
Konrad Baiding war der Sohn eines frommen Predigers in einer kleinen Stadt in Hessen. Er hatte sehr früh Vater und Mutter verloren; ein Onkel nahm die arme Waise in sein Haus und seine Pflege. Der Knabe zeigte viele Anlage, seine Lehrer ermunterten ihn zum Studium; der Onkel, so unvermögend er selber war, stimmte im Vertrauen auf Gottes Durchhülfe in den Wunsch der Lehrer ein, und so trat Konrad mit dem lebendigsten Eifer den Weg der wissenschaftlichen Bildung an, welcher ganz seinem Verlangen entsprach. Die gewöhnlichen Schulstudien waren vollendet; Konrad konnte mit Ehren zur Universität entlassen werden. Auch hier wurde der bescheidene, fleißige Jüngling bald einem wohlwollenden Lehrer bekannt, der ihm sein Durchkommen auf's Möglichste erleichterte. Aber eben dieser freundliche Mann erhielt einen Ruf an eine andere Universität und folgte demselben; Konrad stand wieder allein mit seinen kaum zur täglichen Nothdurft ausreichenden Mitteln.
Und selbst diese armen Mittel sollten ihm jetzt genommen werden. Der Onkel, welcher sich und die Seinen durch einen kleinen Handel redlich, aber zugleich mühsam ernährt hatte, starb plötzlich; sein sehr geringer Nachlaß gehörte den unmündigen Kindern; für den armen Konrad war nichts geblieben als etliche Goldstücke und alte Silbermünzen^ welche der Onkel bei seinen Lebzeiten an Weihnachten und am Geburtstage seinem Neffen geschenkt und sorgfältig mit Hinzuschreibung von Kon-

