26
wichtig, wie wir Ließ Leben auf Erden anwenden; ob das Leiden dieser Zeit uns zum Nachdenken über uns selbst, zum Fleiß in der Heiligung, zum Streben nach der Aehnlichkeit mit dem Herrn, erwecke und anfeure, denn unmittelbar an dieses Leben auf Erden schließt sich jenes Leben des Himmels an; es kann also nichts anders feyn für unfern Geist, als eine Fortsetzung dessen, was wir von hier mit uns hinübergebracht haben. Nur für den ist ein Himmel und eine H i m- melsseligkeit möglich, der hier schon einen himmlischen Sinn in sich erweckt hat.
O vergiß dessen nicht, laß es dir kräftig in die Seele hinein gerufen seyn, was der fromme Dichter so wahr und so herzlich sagt:
Lebe, wie du, wenn du stirbst, »
Wünschen wirst, gelebt zu haben'.
Güter, die du hier erwirbst, >'
Würden, die dir Menschen gaben,
Nichts wird dich im Tod erfreu'n; - Diese Güter sind nicht dein.
Nur ein Herz, das Gutes liebt, ^
Nur ein ruhiges Gewissen, *
Das vor Gott dir Zeugniß giebt,
Wird dir deinen Tod versüßen;
)'
i

