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Sie reiten hinaus den Felsensleig;

Am Pfad sind eingeschnitten Blutrunen auö uralter Zeit;

Der König fragt zum dritten:

Sag an und rede die Wahrheit mir. Gefell, gilt dein Leben,

Wer hat den Ring am Finger dir.

Den goldnen Ring gegeben?

Die mir den Ring am Finger gab.

Gab mir ihr Herz desgleichen;

DaS ist die allerschönste Maid In allen deinen Reichen?'

Des Königs Stirn wird roth wie Blut, Die Augen zornig ihin brennen:

Der Ring ist meines Kindes Ring,

Sein Blinken muß ich kennen.

Und wagtest du in frecher Lust Um ihren Leib zu werben,

So dauert dein jungfrisch Leben mich nicht, Des Todes mußt du sterben."

Er zieht hervor sein scharfes Schwert,

Er stößt durchs Herz dem Gesellen;

Daö Blut fließt über den Runenstein Hinunter in die Wellen.

Er wirst den Leichnam in die Flut: Und steht so hoch dein Sinnen,

So magst du um die Königin jetzt Der Wasicrnixen minnen!"