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wenigsten dauerhaften Ausbildung sich mühevoll bestrebte, daselbst einen Zufluchtsort zu finden.
Aber Rom behauptete durch seine geistige Stärke eine überwiegende Macht über Spanien mit all seinen Reich- thümern. Der Papst regierte in diesem Lande in der Person des Königs; die Priester hielten das Gewissen des Volkes in ihrer Hand. Nie besaß die Sieben-Hügel-Kirche eine solche Gewalt über irgend eine Nation, — nie hatte eine Nation so viel Ansprüche auf ihren Segen; — denn Spanien war ihrer Macht nicht nur gehorsam, sondern auch unterworfen. Im Palastc und im Gefängnisse, am Sterbelager und am Brautbette, überall und zu allen Zeiten war der Priester zugegen und führte das Wort. Hier feierte die Inquisition ihre größten Triumphe, hier wurde daS heilige Officium ohne Aufsicht verwaltet, hier wurden Auto-da-fe mit allem Prunke vollzogen und die kirchlichen Empörer gingen zu Tausenden durch die Flammen zu Grunde.
Trotz all dieser geistigen Segnungen, die Spanien nebst seinen natürlichen Gaben zu Theil wurden, sollte es doch ein wahrhaftiges Paradies gewesen seyn. Aber dem war nicht so, und es fehlte ihm nicht wenig dazu; und wenn irgend Grund zur Selbstzufriedenheit und zum gerechten Stolze vorhanden war, so konnte man dies keineswegs dem Imperium in imperio zuschreiben, welches Rom über Leib und Seele seiner spanischen Sclaven usurpirt hatte. Schroffe und traurige Contraste zeigen sich daselbst dem Auge seit zwei Jahrhunderten: herrliche Domkirchen von elenden Hütten umringt; ganze Straßen von Klöstern, in denen es von Bettlern wimmelt; stolze Paläste mitten im Schmutz; Orangenwälder von üblen Ausdünstungenge-

