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seyn, wenn ich beym Abendmahl des Herrn einer Uneigennützigkeit und, Großmuth huldige, die so^ gar das Leben aufgeopfert hat? Werde ich an der Sinulichkcit des Zeitalters, an seiner unmä­ßigen Begierde nach Vergnügen und Genuß Theil nehmen können, wenn ich beym Abendmahl des Herrn das Andenken einer Liebe feyre, die keine Mühe und Beschwerde scheute, und die sich sogar den Qualen des Kreuzestodes unterwarf? Wer­den die Laster der Zeit, wie sie auch Namen haben mögen, meines Herzens sich bemächtigen können, wenn ich den Kelch des neuen Testaments mit frommer Ehrfurcht empfange; wenn ich mich er­innere, daß ich das Mitglied eines heiligen, von dem Sohne Gottes für Wahrheit und Tugend gestifteten Bundes bin? Wird der Unglaube des Zeitalters, wird die Ruchlosigkeit und Gottesver- geffenheit desselben mir auch nur im mindesten ge­fährlich werden können, wenn ich mich dem Stif­ter der erhabensten Religion, der sein Blut ver­gossen hat, um eine Verehrung Gottes im Geist und in der Wahrheit auf Erden auszubreiten, bey dem Gedächtnißmahl seines Todes mit frommer Ehrfurcht und Dankbarkeit weihe?

Dieses heilige Mahl soll aber auch ein Er­innerungsmittel an den unschätzbaren Werth der Zeit seyn. Ich vergesse es so leicht, wie theuer und wichtig mir jede Stunde!

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