schreibenden ängstlichen Vorgefühle ein; un­mittelbar nach dem Paroxysm empfand sie das einemal Schmerz mit Gefühl von Kälte im lin­ken hypochondrio , das andremal bekam sie blos Schleim würgen, Gespräche von ihren Zustande, Keprochen u. s. w. erregten sogleich Krämpfe. Brod konnte sie seit einigen Tagen wieder es­sen. Sie war ziemlich mager geworden.

Dafs Würmer und Versessenheiten im Un­terleibe an dieser seltsamen Krankheit und tu­multarischen Erscheinungen vielen Antheil hat­ten, war keine Frage, aber ganz allein konnte doch der blitzschnelle Uebergang von einer Art Krämpfe in die andere durch alle Grade und Formen durch, mit Verrücktheit verbunden, hieraus nicht erklärt werden. Nachforschun­gen gaben bald vollen Aufschlufs. Die Kran­ke hatte sich im Herbste zuvor aufs heftigste in den Anbeter ihrer ältern Schwester verliebt, alle Künste aufgeboten ihn für sich zu gewin­nen. Ein eben am iten Jänner, von ihm ange­kommener Brief aber raubte ihr die lezte Hoff­nung und das Signal zum Veitstänze war gege­ben. Sehr wahrscheinlich war sie auch in der Pension zur Onanie verführt worden; sie spielte, wenn sie unbemerkt zu seyn glaubte, immer an den Geschlechtstheilen und machte oft Nachts der bei ihr im Bette liegenden Wär­terin, seltsame Zumuthungen.