Stuhlausleerung auf’s Neue ein, und jezt fiengen überhaupt grofse und unbeschreibliche , den ganzen Winter durch folternde Leiden an, die ich jezt für fluxus coeliacus erkannte und wegen ihrer Einförmigkeit hier nur kurz zusammenziehen will.
Nach höchstens zweimal 24 siündigem erträglichem Befinden, w r obei jedoch wenigstens alle 2 Stunden abwechselnd Schleim mit wenig Blut, oder sparsam Koth ausgeleert wurde, lief der Unterleib, trotz der sorgfältigsten Diät unter den heftigsten Schmerzen stark auf; man hörte in ziemlicher Entfernung die Blähungen poltern, und die Eingeweide konnte man wie Würste abgerundet, durch die mageren Bedek- kungen nach allen Windungen fühlen. Gewöhnlich erbrach sie sich während dieser Schmerzen heftig, und der Urinabgang war gehemmt. 'Mit Nachlafs der Colik erfolgte der peinlichste Stuhlzwang wobei bald klarer, bald blutiger dünner Schleim wohl 20 — 3 omal im Tage ab- gieng. Hörte der tenesmus auf, so folgte öfters helles, seltener geronnenes Blut in ganzen Massen. — Der Koth wurde manchmal 4 — 5 Tage zurück gehalten, dessen Abgang ihr dann immer die gröfste Erleichterung und gemeiniglich auf 2 Tage Ruhe verschaffte, dann fiengen die alten Beschwerden wieder von vorn an.

