Im December 1810 vermehrte sich die alte Fufsgeschwulst ohne bekannte augenfällige Ver­anlassung, und stieg nach gerade bis zum Unter­leib, welcher im Marz 1811 endlich so ausser­ordentlich ausgedehnt war, dafs sie gar nicht mehr zu Bette liegen, sich nicht von der Stelle bew r egen konnte, sondern Tag und Nacht in einem Lehnstuhl zubringen mufste, und ihr bisheriger Arzt nebst noch einem andern hinzu gerufenen Arzte und Wundarzte, eine schlechte Prognose stellten, alle zur Paracenthese stimm­ten; wovon sie jedoch eben statt findende Fie­berbewegungen vor der Hand abstrahiren liefs.

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* Die Frau hatte eine unbeschreibliche Furcht vor dem Abzapfen und begehrte nun auch mei­nen Rath. Ich besuchte sie den aöten März.

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Ihre Lage w r ar kläglich; beinah 3 Wochen hatte sie schon im Lehnstuhl zugebracht, vom Win­ter her schon viel und mancherlei ohne Nutzen gebraucht. Die Beine waren bis zum Leibe hin zu einer ungeheuren Dicke angeschwollen, überall hart wie Holz anzufühlen. Der Leib war dermassen ausgedehnt und hart dafs sie nur noch den Kopf vorwärts neigen konnte. Fluc- tuation konnte ich trotz der ernsthaften Behaup­tung meines Herrn Collegen nicht finden; was er dafür hielt, w r ar ein Schüttern des übermäfsig ausgedehnten und angepfropften Zellgewebes.

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