362
ich Tart. sol. Extr. card. bened. in Aqua Tarax. per ferment. aufgelÖfst, nahm täglich zwei bis vier Clystiere aus Saponaria , Taraxaco , rubia ' tinctorum , liefs die Aufscliläge fort machen. Es giengen schleimige, bösriechende Feces langsam ab, alle Blähungen stockten. Ich nahm deswegen vom 22ten Februar Tart. sol. in Tra rhei aq. concentr. bei den Clystieren fort; liefs mich waschen, baden. Unter dieser nach Umständen etwas, aber wenig abgeänderten Behandlung befand ich mich zwar etwas besser, hatte aber doch mit der hartnackig stehen bleibenden Gelbsucht bis in die Mitte Aprils zu kämpfen. Die lästigsten Symptomen dabei waren: — Schlaflosigkeit, rasendes Jucken, fleckweise Fühllosigkeit und Trocknifs der Haut, oft eine solche Kälte der Nase, dafs selbst der ausfiiessende Mucus eiskalt war; — eine gränzenlose ärgerliche Empfindlichkeit, unzählige Ructus , Mangel alles Geschmacks, aller Efslust. Fast immer hatte ich einen Geschmack nach Selleriewurzel, ein gewisses Sattseyn beim leersten Magen. Aller Hunger starb gemeiniglich mit dem ersten Bissen. Vor Wein und Säuren hatte ich den grofs- ten Abscheu. — Eine Tasse Kaffee, eine Pfeife Tabak waren mein gröfstes mein einziges Labsal. — Mitten im Winter, beim Mangel frischer Gemüse, war das eine recht traurige Lage. — Matt abgezehrt bis auf die Knochen ward ich. —-

