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hörte aller fauler Gestank auf. Den aöten hatte der Wundarzt nochmals die Ligatur ange­bracht und den 5 ten Junius fiel noch ein faust- grofses Stück freiwillig ab, w r orauf aber ein viertelstündiger Blutverlust erfolgt war. Den gten Junius kam sie schon zwei Stunden Wegs selbst zu mir. Ich fühlte noch einen, einer klei­nen halb durchschnittenen Melone ähnlichen Rest des Polypen an der rechten Seite der Ge­bärmutter, gegen welchen aber jezt nichts wei­ter zu unternehmen war. Die so weit Gerettete war auch sehr zufrieden damit, hat nochmals geheiratliet und lebte 1787 noch ganz wohl.

Eine 32jährige Frau in Renzendorf im Darmstädtischen, w'elche 3 Kinder geboren hatte, wurde ungewöhnlich oft mit Mutterblutfiüssen heimgesucht Endlich fiel unter einem solchen etwas vor, was man auch für die Gebärmutter gehalten hatte. Ich fand aber ebenfalls einen wahren, sich mit einem Daumens dicken Stiele endigenden grofsen Fleischpolyp. Die Kranke sähe sehr blafs aus.

Unterbindung und Cur, ohngeachtet Fieber und eine leucophlegmatische Aufgedunsenheit des Körpers hinzu kamen, giengen so gut von Statten, dafs sie in der sechsten Woche vollkom­men hergestellt war und wieder an ihre liäusli-j eben Arbeiten gehen konnte