welche aus 2 a mir als Tagebuche seiner Reise in Afrika genommen ist, eine Bestätigung der Mei­nung, daß der Löwe allemal allein kämpfe, und daß sich niemals weder zwei noch mehrere Löwen gegen ein anderes Thier vereinigen.

In der Gegend von P o dhor am Sene­gal sähe ich," sagt Lamiralein merkwür­diges Schauspiel. Am Rande eines Waldes in der Nahe des Ufers befand sich ein sehr großes wildes Schwein, bas von einem Löwen und einer Löwin bemerkt wurde, welche in einiger Entfer­nung davon waren. Mit ausserordentlicher Schnel­ligkeit sprang die Löwin herbei, warf sich- thend über das wilde Schwein her, faßte es an der Gurgel, schüttelte es ganz gewaltig und' schlug es mit ihrem Schwänze tüchtig in die Dünne der Seite."

Wahrend dieses Kampfes, der fünf Minu­ten dauerte, näherte sich langsam der Löwe, setzte sich auf den Hintern, und war ein ruhiger und gleichgültiger Zusch-auer der Anstrengungen, die das wilde Schwein zur Vertheidigung seines Le­hens machte, u«d der Mühe, die sich die Löwin gab, ihm dasselbe zu rauben."

Endlich unterlag das wilde Schwein (sus aethiopicus), stieß dabei ein schreckliches Ge­schrei aus uud heulte fürchterlich. Als das Thier tobt war, erst dann gieng gieng der Löwe lang­sam zu seiner Gefährtin hin, um mit ihr die Beute zu theilen und zu verzehren."