Hundstage sind, wie jeder weiß,
Die wärmsten stets im Jahre.
Die Sonne brennt dann oft so heiß, Daß sie versengt die Haare. —
Wenn einer ohne Hut dann geht Und hat viel Schweiß vergossen, Schwarz wie ein Mohr ihr bald ihn seht Und voller Sommersprossen.
Seht nur auf die zwei Jungen, die Hier aus der Schule kommen. —
Wie Gänsebraten braun — weil sie Den Hut nicht mitgenommen.
Auch dicken Herren wird's zu warm In diesen heißen Tagen;
Es wird der Rock dann über'm Arm Statt ans dem Leib getragen.
Der Regenschirm wird anfgespannt Und über'n Kopf genommen,
So kann man doch noch unverbrannt Im Schatten vorwärts kommen.
Wer an dem Fluß mit Angeln sich Will machen ein Vergnügen,
Den quälen bald gar fürchterlich Die Mücken und die Fliegen.
Hundstage
und
grotzr Hitze.
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Was hilft es, wenn mit einem Zweig Er schlagend will sich rächen.
Sie sind doch wieder da sogleich, Umsummen ihn und stechen.
Es kommen immer mehr daher,
Stets größer wird der Haufen;
Der Angler muß zerstochen sehr.
Zuletzt davon noch laufen.
Viel schlimmer als ein Löwe noch Sind solche böse Mucken;
Der kommt von einer Seite doch,
Um uns hinab zu schlucken.
Indessen brennt die Sonne fort Und macht viel Durst den Leuten,
Beim kohlensensauren Wasser dort,
Sie drängen sich und streiten.
Es trinken Kohlensaures gern Mit Himbeersaft die Leute;
So daß die Wasserbuden-Herrn Die Hitze sehn mit Freude.
Die Hunde aber denken sich Bei diesem Sonnenbrände:
״Wär' doch mit meinem Pelze ich In einem kühlen Lande."
