Große Kälte.

Grimmig kalt ist es im Winter, wenn von Osten weht der Wind; Ruhig stehn dann viele Mühlen, weil sie eingefroren sind.

Aus dem Fenster schaut der Müller, der sich nicht zu helfen weiß, Denn das Mühlrad ist ein runder, fester, großer Klumpen.Eis.

Ruhig muß der Arme warten bis im Frühling es gethaut .

Und zu seiner Freude wieder dann die Mühle klappert laut.

In der Höhe aber schneidet so der kalte Ostenwind,

Daß Eiszapfen, lange, dicke, an den Mond gefroren sind.

Für das Wild ist es gefährlich, wenn es will zum Trinken gehn Bleibt im Fluß es mit den Füßen plötzlich angefroren stehn.

Lachend kommt dann an der Jäger, drückt nicht erst die Flinte los, Braucht nur um den Hals zu binden einen Strick dem Wilde blos. Schlägt in Stücken um die Beine dann das Eis, zieht sie heraus Und fährt lachend zu dem Stalle den gesang'nen Hirsch nach Haus. Daß die Nase er erfroren blieb im Eifer unentdeckt,

Weil er auch den Fuchs will holen, der noch dort im Eise steckt.

Auf der Straße vor dem Schlitten, durch den Schnee das Pferd sich plackt, Denkt sich: ״Wär' ich jener Brunnen, den so gut man eingepackt;

Oder lieber noch mein Herr, der hinter mir im Schlitten sitzt Und in seinem dicken Pelze wie ein Rinderbraten schwitzt."

Alles wünscht es wäre Sommer und geschmolzen Schnee und Eis; Kommt der Sommer dann, so klagt man: ״Ach, wie ist es doch so heiß."