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Den Schöpfer lob' ich hoch, der schafft, wie Er gebeut; . Ich will erheben Ihn, denn Ihm gebührt das Reich.

Bin ich sein Dienstmann ja, stets preis' ich seine Mächt*>;

kung ( אחה דרכר מעשה עולם ) ; der dritte an die Stimme

״ seiner herrlichsten Offenbarung am Sinai .( אחה כגליח ).

Diesen drei heiligen Beziehungen nun entsprechend, in welche Gott mit uns getreten ist, und die wir uns am ersten Tage des

, Jahres wieder lebhaft einprägen sollen, erscheint auch das Bla- sen auf, dem Horne als ein dreifaches Symbol; es drückt nämlich vor allem gleichsam die jubelvolle Huldigung aus, die wir Gott, unserem Könige, auf's neue bringen; ferner erscheint sein Ruf als dringende Mahnung, an Gott zu denken, wie er stets unser gedenkt; endlich bringe uns sein schallender Ruf die Stimme Gottes ins Herz zurück, welche sich uns durch Natur, Schrift und Ge!vissen so laut offenbaret. Darum nun führten die Ordner ־ der jüdischen Gebete für das Müsaph des Neujahrstages dreifache Segenssprüche und dreimaliges Blasen unter den oben erwähnten j! Benennungen sMalchioth; Sichronoth; Schofaroth) ein, und ׳ (* reihten diesen je dreimal drei Verse aus den drei Theilen der hei- liger Schrift ( חנך ), beim ersten noch einen Schlußvers aus 1 der Thora, an, in welchen Versen von der Herrschaft des Einzi- gen, von seiner, wallenden Vorsicht, von seiner offenbarenden, Stimme die Rede ist.

So heißt es auch im Talmud Rosch Haschana 16, a : ״ der Heilige,

gelobt sei Er, sprach-: erwähnet vor mir am Neujahrs-

tage Malchioth; Sichronoth; Sckofaroth; Malchioth, damit'ihr meine Herrschaft über euch anerkennet; Sichronoth, damit euer Gedäcktniß zum Heile vor mein Angesicht komme; und wodurch geschehe dieses? durch den Ton des^Sckophar" (d.h. die Offen» barung, an w'elcke der Schall des Hornes erinnert, ,brachte uns erst zur Einsicht von dem Dasein Gottes und seiner lenkenden Vorsehung, und es erscheint daher, wie wir oben bemerkt, das Blasen als ein dreifaches Symbol).

Au unseren Einschaltungsgebeten zurückkehrend, so sind diese!- den, der Verfasser ist uns leider nicht bekannt, den Kalirischen des ersten Tages ( אנסיכה u. ff.) nachgebildet, übertreffen aber, obwohl selbst von einigen Härten nicht frei, doch an Reinheit der Sprache und des Parallelismus, sowie auch an wahrhaft poeti- schem Gehalte, jene um Vieles. Wir haben uns bei möglichster Anschließung ans Original, doch die Mühe nicht verdrießen lassen, die Uebersetzung in Metrum und Reimen, und einer gewissen al- phabetischen Ordnung wiederzugeben, auf welche letztere die alten Paitanim so viel gehalren haben.

L) Der Dichter spricht hier, wie in den zwei folgenden Gesängen, im Namen der Gemeinschaft Israels in erster Person. Er nennt fich hier den Dienstmann (2 א ^) Gottes, und als solcher