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Die schone Krast, und nie, ach, nie zernage Dein reines Herz der Reue gift'gcr Wurm D, achte, was ins Morgenroth der Jugend Der lautre Sinn als Schönheit dir gewählt!

Des LenzeS Abend flieht, nur reine Tugend Ist, was des Grabes Winternacht durchstrahlt *),

D i e Tannen.

Jetzt sind sie ausgegraben und dem Herde bestimmt, die verdorrten Tannen, die so lange des Fleißes und der Pflege des Gärtners spotteten. Alle serne Mühe und Sorgfalt war bey diesen Baumen vergebens, sie blühten und grünten nicht mehr, ja selbst der wenige Saft, den sie noch hatten, als man sie auS ihren mütterlichen Wäl­dern hieher verpflanzte, vertrocknete, und die Tannen starben, llnwillig warf sie endlich der Gärtner aus dem Boden, den sie entstellten, und sieh, da wurde er ge­wahr, daß sie wenige oder gar kerne Wurzeln hatten. Diese waren, als man die Bäumchen rm Walde aus­grub, abgehauen oder verletzt worden, utib nun war es wohl deutlich, warum die armen Tannen nicht gedeihen konnten. Hätte nran sie in dem schützenden Schatten ih­res mütterlichen Waldes gelassen, sie hätten forlgegrünt, und wären in wenigen Jahren zu hohen nützlichen Stäm­men aufgeschossen, deren balsamischen Schatte,» der müde Wanderer gesegnet hätte; da sie jetzt nichts, als ein dür­res unbrauchbares Reisholz sind.

So gehr es manchen jungen, unerfahrnen Mädchen, die zu früh aus dem Schalten des väterlichen Hauses in die große Welt versetzt wurden. Was soll hier der An­strich von Tugenden, den Gewohnheit und Beyspiel ihnen geliehen; die Bescheidenheit, welche noch nie den Lockun­gen der Schmeicheley zu widerstehen hatte; die Redlich-

) Wagner.