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zeigt man es durch Zahlen an, die nach Art der Coefficienten den betreffenden Bestandtheilen vorgesetzt werden. So wird in den oben angeführten Beispielen, für einfach- und doppelt-chrom­saures Kali, gesetzt werden müssen:

KO, Cr 0 3 und KO, 2CrO s .

Bei Verbindungen dritter oder auch höherer Ordnung wer­den die auf die eben entwickelte Art gebildeten Formeln der Ver­bindungen zweiter und erster Ordnung, aus denen sie bestehen, unter einander durch -f- Zeichen verbunden.

Sind mehrere Aequi valente einer Verbindung zweiter Ord­nung enthalten, so schliesst man die Formel der betreffenden Verbindung durch Klammern ein und setzt die Zahl vor; dem­nach wird man für eine Verbindung von kieselsaurem Kalium­oxyd mit kieselsaurem Alumiumoxyd setzen:

KO, Si 0 3 -\- A1 2 0 3 , 3 Si 0 3 , hingegen für eine Verbindung von 1 Aequivalent kohlensauren Calciumoxyd mit 3 Aequivalent koh- lenraurem Magniumoxyd: CaO,C0 2 -l-3 (MgO, C0 2 ).

Man findet bei einigen Chemikern eine abweichende Bezeich­nungsweise , so setzen einige den Wiederholungszeiger oben an die Seite des betreffenden Grundstoffes nach Art eines Exponenten.

Viele bezeichnen nach Berzeliu s Vorgang dieAnzahl der Aequivalente des Sauerstoffes durch Punkte, die des Schwefels durch Accente, welche über das Zeichen des Radikals gesetzt werden. Ein doppeltes Aequivalent eines Grundstoffes bezeichnen sie mittelst eines durch die Mitte des dem Radikal zukommenden Zeichens gezogenen Querstrich. Z. B.

Mn,

Mn, Mn,

Mn, Mn

K,

K, K,

K, K.

Bei dieser Bezeichnungsweise entfallen viele Indices der einzelnen Grundstoffe; hingegen können die mehrfachen Aequi­valente der zusammengesetzten Stoffe durch solche Indices be­zeichnet werden. Statt KO, 2CrOa oder K0,S0 3 -(-Al 2 0 3 ,3S0 3

-j- 24 HO, wird man demnach K Cr 2 oder KS -j- 1 S 3 -j- 24 H setzen.

Theoretische und empirische Formeln. Die auf die eben entwickelte Weise gebildeten Formeln für die höheren Verbindungen der Körper nennt man theoretische oder rationelle, indem ihnen eine bestimmte theoretische Ansicht zu Grunde liegt, nach denen man sich die einzelnen Bestandtheile verbunden denkt. Werden jedoch blos die Mengen der einzelnen Stoffe, wie sie sich aus der procentischen Zusammensetzung ergeben, durch eine Formel ausgedrückt, so nennt man letztere eine empirische. So wären z. B. KCrO* und KCr 2 0 7 blos empirische Formeln, indem sie nur die Anzahl der Aequivalente angeben, wie sie sich nach der Analyse aus der procentischen Zusammensetzung ergeben.