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Adelheid war Anfangs etwas schüchtern, kan: aber bald mit ihnen in das Gespräch. Da sie einen lebhaften Verstand und einen schnel­len Witz hatte, so wußte sie die Fräulein sehr- gut zu unterhalten. Sie fand sich bald so gut in die Art, mit ihnen umzugehen, als wäre sie mit ihnen erzogen worden.

Die Frau von Hochberg setzte ihren Stolz darein, Alles, was von Bildung und feiner Lebensart war, zwei - oder dreimal des Mo­nats in ihren: Harrse versammelt zu sehen. Sie stellte ihre Nichte der Gesellschaft vor. Alle Damen und Herren erstaunten über Adel­heids Schönheit; auch ihr anspruchloses, \\n- gekünsteltes Betragen fand großen Beifall. Sie sprach zwar nur wenig, aber alles, was sie sagte, war treffend und zeigte von Verstand. Die Tante nahm sie in andere Gesellschaften mit, und ihre Erscheinung erregte allgenreines Aufsehen. Ueberall in der Stadt redete man mit Bewunderung von der liebenswürdigen Nichte der Frau vor: Hochberg. Wenn man ein Frauenzimmer als sehr schön Preisen wollte,