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Vereinigung der Colomen von Neu-England.
2, Buch.
einigten Cvlonien von Neu-England, und ihr kleiner Congreß, der erste der neuen Welt, sollte aus acht Mitgliedern, zwei von jeder Colonie, bestehen. Sie wollten sich wechselsweise in den verschiedenen Colonieen versammeln und Massachusetts hatte in dieser Hinsicht ein doppeltes Vorrecht. Ihre Berathungen sollten sich besonders auf die Vertheidigung und Beschützung ihres Landes beschränken, aber auch nicht unbeachtet lassen, daß sie eine moralische wie eine religiöse Gemeinschaft gegründet hätten. Nur die Unabhängigkeit der verschiedenen Colonialversammlungen durften sie nicht beschränken.
Obgleich diese Conföderation dem Namen nach in etwa 40 Jahren aufhörte, so starb der Geist derselben doch nicht aus; die Colonieen hatten gelernt zusammenzuhalten, und als gemeinsame Angriffe und Gefahren auch gemeinsame Thaten erforderten, ließen sie damit nicht lange auf sich warten. Deshalb können wir auch recht gut die Conföderation der vier Neu-England-Provinzen als den Keim betrachten, der zur jetzigen Union der Vereinigten Staaten von Amerika gelegt wurde.
Zweites Buch.
Erste Periode.
torm der Conföderation der vier Ren-Eiigland--Co!oniecn, bis )N dem nencn patent des Staates Massachusetts.
(Von 1643 bis 1692.)
In den ersten Jahren der Administration des Cavaliers Sir William Berkeley erfreuten sich die Virginier großer politischer Freiheit und ihre Colonie blühte und gedieh, auch wurde diese nicht etwa durch den Sieg des Puritanismus in England gehindert.
1644 aber versuchte der greise Opechancanough noch einmal, die Freiheit seiner Wilden zu erkämpfen und durch einen erneuten plötzli-
