Ab ran.

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Grund in der sehr schnellen Verdauung hat; sie bringen den Fischen großen Scha­den, gehen in die Netze und finden darin zum Theil ihren Tod durch Erstickung. Die Wanderfische, z. B. die Heeringe, verfolgen sie mit großer Energie. Atmo­sphärische Veränderungen mögen sie empfinden, wenigstens weiß man, daß die Meer­schweine durch Hervorspringen aus dem Wasser und durch ihren Aufenthalt an der äußersten Oberfläche desselben den Eintritt von Seestürmen voraus ankündigten. Die Paarungszeit fällt in den Sommer und die Tragzeit währt 6 Monate; sie bringen nur 1 Junges zur Welt, für daS sie mit großer Liebe besorgt find. Das Fleisch schmeckt thranig. In allen europäischen Meeren.

Das gemeine Wallross. Die Wallroffe sind zwar so gut als die Walle Wasser- säugethiere, haben demgemäß rothes warmes Blut und bringen lebendige Junge zur Welt, die sie an ihren Brüsten säugen, unterscheiden sich aber von den Wallen we­sentlich durch eine mehr dem Typus der Landsäugethierc nahekommende Körpergestalt, womit auch nothwendig die Bildung der Fortbewegungsorgane zu Ruderfüßen statt zu Finnen verbunden sein mußte. Die kurzen, aber starken fünfzehigen mit Krallen versehenen Füße leisten den Wallrossen bei der Fortbewegung auf dem trocknen Lande gar keine oder nur sehr geringe Dienste, um so bessere Dienste aber im Wasser, wo sie die Stelle kräftiger Ruder aufs zweckmäßigste einnehmen. Weil es ihnen schwer fällt, auf dem Eis oder auf dem Festland sich fortzubewegen, bleiben sie stets, so oft sie das Wasser verlassen, in dessen unmittelbarer Nähe, um, wenn Gefahr droht, es schnell und leicht wieder zu erreichen; sie schleifen, indem sie mit den Vorder­füßen vorgreifen und die Hauzähne einschlagen, den ganzen Körper nach. Als ge­sellig beisammenlebende Thiere steigen sie seltner allein, meist in Gesellschaften aufs Trockne, lassen von der Sonne sich bescheincn und wärmen, ruhen und schlafen; wo sie wenig verfolgt werden, sind sie treuherzig, wenig scheu; überhaupt von Natur gutmüthig und wenig kampflustig, suchen sie, macht man auf sie Jagd, in der Flucht ihr Heil; doch eingeholt und verwundet, kämpfen sie, indem die einen den anderen zu Hülfe eilen, mit ihren Hauzähnen voller Wuth, so daß sie bisweilen die Blanken von festgcbauten Kähnen herunter zu reißen, ja die Kähne selbst um- zuwersen drohten und die Mannschaft in die augenscheinlichste Todesgefahr brachten. Der Kampf mit dem Eisbär fällt nicht selten zum Vortheil des WallrosseS aus, denn seine Hauzähne tief in den Eisbären einbohrend, zieht es ihn unter daS Wasser, wo er seinen Tod findet. Insonderheit sind Wallrosse zur Zeit, wenn sie Junge haben, im hohen Grade reizbar und gefährlich, kämpfen für sie mit allem Aufwand ihrer Kräfte und tragen sie, wo nöthig, schwimmend auf dem Rücken fort. Ihre Nahrung besteht vorzugsweise aus einem nordischen Seetang (untermeerisches Gewächs), bei dessen Abzupfung die Eckzähne ihnen wahrscheinlich gute Dienste leisten mögen. Der Speck ist weiß, giebt einen guten Thran, welcher, so wie daS Fleisch selbst, von den Bewohnern der arktischen Region mit großem Apetit verzehrt wird. Die Zahl der Wallrosse hat in Folge der anhaltenden Jagden beträchtlich abgenommen.

Der Körper deS WallrosseS ist 1820 Fuß lang, 10 12 Fuß im Umfang und mit einer dicken runzlichen, sparsam behaarten Haut von dunkel gelblichgrauer Farbe bedeckt; die Augen sind klein aber glänzend, der Gehörgang ohne Ohrmuschel, und die Nasenlöcher oben weit entfernt von den Lippen; der Kopf ist nicht groß, der

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